IMST
DER BERG RUFT!
ACTIONSPASS FÜR GIPFELSTÜRMER
CAROLINENSIEL
SEHNSUCHT NACH MEER
AUSZEIT AN DER KÜSTE
GRAAL MÜRITZ
DÜNEN-DESTINATIONEN
EINFACH FREI!
ÖSTERREICH WERBUNG
ABENTEUER AKTIVREISE
SPORTLICH DURCH BERG UND TAL
RIVA TOURS
SOWEIT DIE WELLEN TRAGEN
LEINEN LOS!
TERRA VISTA
FASZINATION FERNREISE
GLOBETROTTER AUFGEPASST!
Coburg.Rennsteig

Spannende Geschichtsstunde an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze

(epr) Wenn das Enkelkind ein paar Häuser weiter seinen Freund abholt, denken einige ältere Menschen an die Zeit zurück, in der diese Freundschaft keine Chance gehabt hätte. So leicht es heute ist, Straßen zu überqueren, so unmöglich war es vor 30 Jahren. Die Grenze zwischen der DDR und Westdeutschland prägte vor allem das Leben der Menschen, die dort wohnten. Während einige live dabei waren, erfahren vor allem Jüngere nur aus Erzählungen von dieser Zeit. Umso schöner ist es, wenn Oma und Opa gemeinsam mit ihren Enkelkindern ehemalige Grenzgebiete entdecken.

Geschichte erleben am ehemaligen Grenzverlauf

Die Urlaubsregion Coburg.Rennsteig war von dem Grenzverlauf direkt betroffen. Doch anstatt diesen Teil der Geschichte zu verdrängen, gibt es hier das Angebot, sich zu erinnern. Denn obwohl die Grenze längst geöffnet wurde, sind ihre Spuren immer noch an einigen Stellen zu erkennen. Viele Plätze laden zum Nachdenken sowie Erleben ein und bieten die Möglichkeit, des historischen Ereignisses zu gedenken. Für Museumsliebhaber lohnt sich ein Besuch im Zweiländermuseum Rodachtal. Hier erfahren sie, wie das Leben am Zonenrand war und bekommen dank eines Grenzmodells Einblicke in die Entwicklung des Ortes zwischen 1952 und 1989. Auch der ehemalige Grenzturm in Eisfeld, der nun als Gedenkstätte dient, liefert mit seinen vielfältigen Dokumenten eine besondere Übersicht über das Leben an und mit der Grenze.

Wiedervereinigung zweier Nachbarstädte

Die Folgen der Mauer spürten auch die Menschen in Sonneberg und Neustadt. Auch wenn ihre direkte Nachbarschaft nun von einem partnerschaftlichen Verhältnis geprägt ist, lebten beide Städte früher in völlig verschiedenen Welten – getrennt durch die Grenze. Was von diesem Grenzstreifen zurückblieb, ist das „Grüne Band“, ein 89 Kilometer langer Wanderweg. Überreste der Mauer finden sich auch zwischen Welitsch und Heinersdorf. Von der ehemaligen Trennung sind noch etwa 30 Meter erhalten, die unter Denkmalschutz stehen. Ein Gedenkstein symbolisiert die wiedergewonnene Freiheit und Wiedervereinigung. Wer nun einfach mal in die Geschichte eintauchen und zusätzlich aktiv in der Natur unterwegs sein möchte, plant einen Kurzurlaub oder Tagestrip in die ehemalige Grenzregion Coburg.Rennsteig, die wieder zusammengewachsen ist.

Reste der Grenzmauer, Coburg.Rennsteig
Die Gedenkstätte in Heinersdorf erinnert an die innerdeutsche Grenze zwischen der DDR und Westdeutschland. (Foto: epr/Tourismusregion Coburg.Rennsteig/Stefanie Rebhan)