RÖMISCHE WEINSTRASSE
Ohne Urlaub fehlt Dir was.
Schöne Reiseziele in der Nähe
Bonndorf
Ohne Urlaub fehlt Dir was.
Schöne Reiseziele in der Nähe
ÖSTERREICH WERBUNG
Ohne Urlaub fehlt Dir was.
Schöne Reiseziele in der Nähe
RIVA TOURS
Ohne Urlaub fehlt Dir was.
Schöne Reiseziele in der Nähe
Ansbach erleben

Wie der italienische Baumeister Leopoldo Retti die Stadt bis heute prägt

Im Herzen Frankens präsentiert sich Ansbach als Stadt voller Geschichte, Kultur und Architektur. Wer heute durch die Innenstadt mit ihren verwinkelten Gassen spaziert, spürt sie sofort: Die elegante Handschrift des Barock und Rokoko, die das Stadtbild bis heute prägt. Ein Besuch in Ansbach offenbart zahlreiche Highlights, die von der rund 500 Jahre andauernden Residenz der Hohenzollern zeugen – und von einer Epoche erzählen, in der prunkvolle Architektur und Kunstsinn untrennbar verbunden waren.

Itaienischer Baumeister Leopoldo Retti
Verantwortlich für viele dieser Glanzpunkte war der italienische Baumeister Leopoldo Retti (1704–1751). Als Hofarchitekt der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach schuf er ein Gesamtkunstwerk, das noch heute begeistert. So gilt die barocke Markgräfliche Residenz, für deren Innenausstattung Retti als künstlerischer Leiter verantwortlich zeichnete, als absolutes Must-see der Stadt. Ab 1734 entstanden hier u. a. der gerade frisch renovierte Prunksaal mit dem Deckenfresko von Carlo Carlone, die Galerie historischer Gemälde und das Spiegelkabinett mit Meißener Porzellan – ein Ensemble von seltener stilistischer Einheitlichkeit. Ihr hervorragender Erhaltungszustand macht die Residenz dabei zu einem der kostbarsten Kulturzeugnisse Frankens. Doch Retti schuf in Ansbach noch weitere Werke von bleibender Strahlkraft: So stammen neben seinem Einfluss auf den Bau des Herrieder Tors auch der Saalbau der St. Gumbertus-Kirche und das prachtvolle Gehäuse der bedeutendsten Orgel Frankens aus seiner Feder. Und auch die Ansbacher Synagoge, die Retti im Auftrag des Markgrafen als „verstecktes Bethaus“ entwarf, beeindruckt. Sie überstand das NS-Regime und zeigt sich bis heute im nahezu ursprünglichen Zustand von 1746.

Neueröffnung: Museum Retti Palais 
2026 rückt mit dem Retti Palais ein weiteres Kapitel im Leben des Baumeisters in den Fokus. Der Stadtpalast, den Retti einst für sich selbst errichtete – was als außerordentliche Würdigung für einen Bürgerlichen jener Zeit galt –, wurde aufwendig saniert und in das Museum Retti Palais verwandelt. Noch bis Ende März 2026 lässt sich dort im Rahmen einer Voreröffnung der Bedeutung Rettis und der Geschichte des Hauses nachspüren, bevor dann im Mai das eigentliche Museum mit seiner bedeutenden Privatsammlung eröffnen wird.

Ansbach
Die Geschichte Ansbachs ist untrennbar mit dem italienischen Baumeister Leopoldo Retti (1704–1751) verbunden. Als Hofarchitekt der Markgrafen zeichnete er für viele Glanzpunkte der Stadt verantwortlich, darunter u. a. die eindrucksvolle Innenausstattung der Markgräflichen Residenz. (Foto: epr/Stadt Ansbach/Thomas Linkel)
Mehr vom Anbieter